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Anzahl Resultate: 5
Titel: Der Junge auf dem Berg
Kollation: CD. Lesung, ca, 387 Min., 5 CD's
Verlag, Jahr: Igel-Records, 2017
ISBN: 978-3-7313-1164-5
Kategorie: Nonbook
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 11.10.2017
Der Junge auf dem Berg
Pierrot (7) aus Paris steht 1936 ohne Eltern da. Seine deutsche Tante Beatrix nimmt ihn zu sich. Sie arbeitet und wohnt als Haushälterin im Berghof, der Sommerresidenz des Führers Adolf Hitler. Von nun an wird Pierrot Peter genannt. Der Führer fasziniert ihn, flösst ihm Respekt ein und er möchte ihm gefallen. Eines Nachts lauscht Pierrot an Beatrix' Tür. Er versteht nur, dass sie eine Beziehung zum Fahrer Ernst hat und sich Sorgen um ihn, Pierrot, macht, denn sie und Ernst planen im Geheimen ein Attentat auf Hitler. Pierrots Ergebenheit Hitler gegenüber führt dazu, dass der Junge dafür sogar seine Tante und Ernst verrät.
> Diese Geschichte einer unglaublichen Schuld des Jungen setzt sich im Herzen der Zuhörenden lange fest. Die beiden Sprecher überzeugen mit einer gefühlvollen, fein fliessenden und an manchen Stellen dezent intensiver werdenden Stimme für die Welt von Pierrot und einer tiefen, strengen Stimme mit dunklem Timbre und leichtem Staccato für Hitler. Karin Schmid

Titel: Der Junge auf dem Berg
Kollation: A. d. Engl., geb., 315 S.
Verlag, Jahr: Fischer, 2017
ISBN: 978-3-7373-4062-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Zweiter Weltkrieg
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 02.10.2017
Der Junge auf dem Berg
Innerhalb kurzer Zeit verliert Pierrot erst seinen deutschen Vater, danach seine französische Mutter. Er wird bald von seiner Tante nach Österreich geholt. Sie ist die Schwester von Pierrots Vater und arbeitet als Haushälterin im Berghof, Adolf Hitlers Sommerresidenz. Mit den Jahren wird aus dem kleinen, schüchternen Pierrot ein herrischer und sadistischer Peter, der grosse Schuld auf sich lädt.
> Zehn Jahre nach seinem grossen Erfolg von "Der Junge im gestreiften Pyjama" veröffentlicht John Boyne einen weiteren Jugendroman, der im Zweiten Weltkrieg spielt und einen Jungen ins Zentrum des Geschehens stellt. Auch wenn der historische Hintergrund derselbe ist, haben wir es mit einer völlig anderen Szenerie zu tun. Boyne lässt Pierrot besonders nah an Hitler ran und fügt diese fiktionale Person geschickt in wahre Ereignisse auf dem Berghof ein. Pierrots Entwicklung wird nachvollziehbar geschildert, sie ist unschön und stellenweise kaum zu ertragen, wirkt aber glaubwürdig. Herausragend! Sandra Dettwyler

Titel: So fern wie nah
Kollation: A. d. Engl., geb., 253 S.
Verlag, Jahr: Fischer, 2014
ISBN: 978-3-596-85650-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Erster Weltkrieg
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 22.04.2014
So fern wie nah
An Alfies fünftem Geburtstag, dem 28. Juli 1914, bricht der Erste Weltkrieg aus. Alfies Vater Georgie meldet sich am nächsten Tag als Freiwilliger bei der Britischen Armee. Vier Jahre später dauert der Krieg immer noch an, und während die Mutter im Krankenhaus arbeitet, schleicht Alfie heimlich zum Bahnhof King's Cross und putzt Schuhe. Die Briefe von der Front klingen zunehmend verzweifelt und bleiben schliesslich ganz aus. Alfie ist überzeugt, dass sein Vater tot ist, erfährt dann aber durch einen Zufall, dass Georgie in einer Nervenklinik für traumatisierte Soldaten behandelt wird. Alfie beschliesst, seinen Vater aus dem düsteren Krankenhaus zu entführen.
> John Boynes Vater-Sohn-Geschichte vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs ist berührend, aber nie rührselig. Sie wird aus der Sicht des neunjährigen Jungen mit einer erfrischenden Naivität erzählt. Der Inhalt ist zum Teil bedrückend, aber der hoffnungsvolle Schluss lässt die Lesenden in einer optimistischen Stimmung zurück. Alexandra Reichart

Titel: Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket
Kollation: A. d. Engl., geb., s.w. illustr., 281 S.
Verlag, Jahr: Fischer, 2013
ISBN: 978-3-596-85576-6
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.10.2013
Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket
Ja nicht auffallen: Dies ist das oberste Gebot der Familie Brocket. Doch als das dritte Kind zur Welt kommt, klappt das nicht mehr: Bei Barnaby funktioniert das Gesetz der Schwerkraft nicht, er muss festgehalten werden, sonst schwebt davon. Seine Mutter tut alles, um ihn dem Alltag anzupassen – vergeblich. So bindet sie ihn los, und der Junge fliegt davon. Von nun an führt er ein abenteuerliches Leben. Trotzdem sehnt er sich nach seiner Familie zurück. Als er sie wieder trifft, erkennt er, dass die Eltern ihn nur "normal" zurückhaben wollen.
> Zum Glück ist der Achtjährige inzwischen gereift und stolz auf sein Anderssein. So hebt er erneut ab und entschwindet. Sein Schicksal geht zu Herzen. Weil er klug und humorvoll ist und die Fähigkeit besitzt, auf Menschen zuzugehen, ist es keine traurige Geschichte. Sie ist sprachlich ausgefeilt geschrieben, die viele Anspielungen dürften jedoch nur ältere Lesende verstehen. Als Vorlesebuch schon ab 10 Jahren, aber auch für Erwachsene geeignet. Monika Aeschlimann

Titel: Zu schnell
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 112 S.
Verlag, Jahr: Fischer, 2012
ISBN: 978-3-596-81127-4
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Familienprobleme
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 27.11.2012
Zu schnell
Eines Abends im Sommer wird Dannys Mutter von zwei Polizisten nach Hause gebracht. Sie hat unverschuldet einen kleinen Jungen angefahren, der nun im Koma liegt. Von diesem Augenblick an ist nichts mehr, wie es einmal war. Die Mutter verfällt in eine Depression und vernachlässigt ihre Familie. Der 13-jährige Danny ist auf sich allein gestellt, er fühlt sich weit entfernt von dem, was sich in der Welt seiner Eltern abspielt. Eines Tages lernt er per Zufall die Schwester des verunfallten Jungen kennen, und sie können einander helfen, mit der Situation fertig zu werden. Als die Eltern merken, dass sie sich treffen und ihnen den Kontakt verbieten, ist für Danny das Mass voll. Er reisst von zu Hause aus.
> Einfühlsam und packend beschreibt der preisgekrönte Autor die Seelenzustände der beiden Jugendlichen, die sich an den Rand gedrängt fühlen, weil man sie nicht in die Geschehnisse einbindet. Das dünne Taschenbuch könnte auch lesefaule Jugendliche in ihren Bann ziehen. Ruth Fahm