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Anzahl Resultate: 2
Titel: Was wir dachten, was wir taten
Kollation: CD. Lesung, ca. 259 Min., 3 CDs
Verlag, Jahr: Hörcompany, 2017
ISBN: 978-3-945709-52-8
Kategorie: Nonbook
Schlagwort: Soziales
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 02.10.2017
Was wir dachten, was wir taten
Fiona und Mark schreiben eine Klausur bei ihrem ehrgeizigen jungen Mathelehrer Anton Filler. Da ertönt im Lautsprecher die Amoklauf-Durchsage. Wenig später klopft es an ihre Tür; ein junges Mädchen will unbedingt hereingelassen werden. Nach langem Hin und Her öffnet Mark die Tür. Herein kommen das Mädchen und eine maskierte Person mit einer Pistole. Der Bewaffnete schreibt die Worte „meine letzten Wünsche“ an die Tafel und legt zehn Briefumschläge hin. Herr Filler muss nun Wunsch für Wunsch vorlesen. Die Klasse ist jedes Mal gezwungen, nach den Anweisungen des Maskierten zu handeln. Dabei werden schonungslos und brutal alle Geheimnisse der Klasse offenbart.
> Die 143 Minuten des Ausgeliefertseins der Klasse werden aus der Sicht von Fiona, Mark und A. Filler gekonnt erzählt. Die Stimmen der drei Sprechenden sind dabei ein Spiegel ihrer Gefühle. Die Schilderungen beinhalten die Ereignisse und die Gedankenschlangen der Erzählenden. Daher nahe, tiefgründig und sehr aufwühlend. Karin Schmid

Titel: Was wir dachten, was wir taten
Kollation: Broschur, 177 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2017
ISBN: 978-3-407-82298-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Gewalt, Schule
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 19.07.2017
Was wir dachten, was wir taten
Lehrer Filler, Fiona und Mark erzählen aus ihrer Perspektive, wie sich ein bewaffneter Unbekannter Zutritt in ihr Schulzimmer verschafft und die ganze Klasse bedroht. Doch die Rache des maskierten Amokschützen besteht nicht darin, auf Menschen zu schiessen, sondern er verlangt von jedem Einzelnen, etwas zu tun, das andere Klassenmitglieder demütigt, erniedrigt, verzweifeln lässt. Er kennt alle beim Namen, weiss von ihren Schwächen und lässt sie in ihre eigenen Abgründe blicken.
> Mit viel Spürsinn für die Dynamik in einer Klasse, für das Aufdecken von verborgenen Charaktereigenschaften und für die Konstruktion von Dilemmata vermag die achtzehnjährige Autorin ihre Leserschaft über einen verlässlichen Spannungsbogen hinweg zu fesseln. Dabei wird die Botschaft vermittelt: Hinsehen, nicht weggucken. Irritierend ist, wo die Polizei so lange bleibt. Ein überraschender Debütroman, der sich – als Klassenlektüre eingesetzt – für kontroverse Diskussionen in der Oberstufe eignet. Marcella Danelli